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Mühlgasse 12

Instandsetzung, Sanierung und Umbau einer denkmalgeschützten Mühle

BAUHERR

Privat

FERTIGSTELLUNG

2023

ORT

D-82497 Unterammergau

LEISTUNGEN

Bearbeitung der LPH 1-8

BESONDERHEIT

Denkmalgerechte Sanierung
Inanspruchnahme von Fördermitteln

MITARBEIT

Nicole Meyer, Florentina Schuster, Anton Mangold

FOTOGRAFIE

Stefan Müller-Naumann, München

VERÖFFENTLICHUNG

Projektbeschreibung

Ein Objekt, das die Bauherrin und das Architekturbüro gleichermaßen vor enorme Herausforderungen stellte. Größtes Problem: die Statik. Und dann natürlich die verschiedenen Anforderungen, die in Einklang zu bringen waren: zeitgemäßes Wohnen und Denkmalschutz, Erhalt des Charakters eines ehemaligen Arbeitsraumes und Schaffung der baulichen Grundlagen für hohe Aufenthaltsqualität. Die Zufriedenheit der Bauherrin und die Auszeichnungen mit dem Oberbayerischen Denkmalpreis 2023 und dem Bayerischer Denkmalpflegepreis 2024 in Silber sind ein Beleg dafür, dass dies alles gut gelungen ist. Der mit Legschindeln gedeckte zweigeschossige Einfirsthof weist eine bewegte, allerdings nicht mehr detailliert nachzuzeichnende Geschichte auf. Unter dem Gesichtspunkt der Denkmalpflege ging es darum, die Wohnnutzung derart in den früheren Mühlraum zu integrieren, dass der historische Charakter des Denkmals erhalten bleibt. Der Erhalt des Mühlpodestes musste als denkmalpflegerische Aufgabe selbstverständlich sein. Dieses erstreckt sich entlang der gesamten Giebelfassade und ist eines der letzten im bayerischen Oberland.

Die Baustelle

Die Konzeption der Lichtverhältnisse erwies sich als besondere Problemstellung. Die Fassadenarchitektur des karg belichteten Mühlteils durfte nicht verfälscht werden. Es waren Lösungen zu finden, die das Denkmal respektieren und dabei das Heutige deutlich machen. Die teilweise marode Bausubstanz erforderte das unverzügliche Einfrieren des Ist-Zustandes. Die Trockenlegung des Seitenarms der Ammer führte zu Veränderungen im Untergrund. Die östliche Außenwand bauchte infolge der daraus resultierenden Setzungen bei einer Wandhöhe von 7,5m bereits 16cm aus. Zur Sicherung wurden zunächst drei horizontal verlaufende Ankerlagen aus Stahl eingebaut. Anschließend waren sämtliche Tragwände mit einem minimalinvasiven Injektionsverfahren zu unterfangen. Für die statische Ertüchtigung der Decken im Gebäude kam ein Holz-Beton-Verbundsystem zum Einsatz, das es ermöglicht, die vorhandenen Deckenbalken ganz ohne weitere Verstärkung im Urzustand zu belassen. "ALLES WAS NEU IST, DARF AUCH ZEIGEN, DASS ES NEU IST"

Pläne

AUSFÜHRENDE

ZIMMERERARBEITEN | HOLZBAURESTAURIERUNG
Zimmerei Greinwald GmbH, Bad Bayersoien

RESTAURIERUNG FENSTER UND AUSSTATTUNG
Schreinerei Killer (Inh. Th. Kuschmierz), Oberammergau

MAURERARBEITEN
Baugeschäft Benedikt GmbH, Bad Kohlgrub

UNTERFANGUNG | BAUGRUNDVERBESSERUNG
Uretek Deutschland GmbH, Mülheim an der Ruhr

HOLZ - BETON - VERBUNDDECKEN
Ralf Ludwig, Murnau

ESTRICHARBEITEN | SICHTESTRICH
Singhammer Bodensysteme GmbH, Rimsting

MALERARBEITEN
Florian Palmberger, Ettal

BAUTENSCHUTZ | WANDSANIERUNG
Leo Bautenschutz GmbH & Co.KG, Pleiskirchen

OFENBAU | KAMINSANIERUNG
Hubert Waldherr, Wackersberg-Oberfischbach

STAHLBAU
Zwerger Bau- und Kunstschlosserei GbR, Murnau

SCHLOSSERARBEITEN
Kunstschmiede und Schlosserei Ammer Hammer, Unterammergau

TRAGWERKSPLANUNG
Klöck & Wiesener Beratende Ingenieure Partner mbB, Murnau

BRANDSCHUTZPLANUNG | ENERGIEBERATUNG | BAUPHYSIK
Ingenieurbüro Fred Weigl, München

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