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BAUHERR
Privat
FERTIGSTELLUNG
08/2026
ORT
82467-Garmisch-Partenkirchen
LEISTUNGEN
Leistungsphasen 1-9
Interior Design
BESONDERHEIT
Denkmalschutz
Inanspruchnahme von Fördermitteln
MITARBEIT
Johanna Deml, Christoph Hilligloh, Olga Laubender, Anton Mangold, Magdalena Wackerle
FOTOGRAFIE
AUSZEICHNUNG
PUBLIKATION
Projektbeschreibung
Die Villa Riedeck in Partenkirchen stellt ein prägendes Zeugnis regionaler Baukultur dar. Das denkmalgeschützte Gebäude vereint traditionelle alpinen Elemente mit repräsentativen Gestaltungsmerkmalen seiner Entstehungszeit und nimmt durch seine Lage und Kubatur eine besondere Stellung im Ortsbild ein. Ziel der Planung war es, den historischen Bestand sensibel zu sichern und gleichzeitig an heutige Anforderungen an Wohnkomfort, Energieeffizienz und Nutzung anzupassen.
Im Mittelpunkt der Maßnahme stand der respektvolle Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz. Charakteristische Elemente wie die gegliederte Fassadenstruktur, profilierte Fensterrahmungen sowie das markante Dach mit seinen konstruktiven Details wurden sorgfältig restauriert und, wo erforderlich, denkmalgerecht instandgesetzt. Dabei erfolgte eine enge Abstimmung mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden, um sowohl die historische Authentizität als auch die architektonische Qualität langfristig zu gewährleisten.
Im Inneren wurde die bestehende Raumstruktur behutsam weiterentwickelt. Ziel war es, die ursprüngliche Großzügigkeit der Räume zu bewahren und zugleich zeitgemäße Grundrisse zu schaffen. Neue Einbauten wurden klar ablesbar, jedoch zurückhaltend formuliert, sodass ein spannungsvolles Zusammenspiel von Bestand und Ergänzung entsteht. Hochwertige Materialien und präzise Detaillösungen tragen zur ruhigen und wertigen Atmosphäre bei.
Konstruktiv erforderte das Projekt eine umfassende Ertüchtigung der Tragstruktur sowie die Integration moderner Gebäudetechnik. Besondere Herausforderungen lagen in der Verbesserung des Wärmeschutzes unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Vorgaben. Durch maßgeschneiderte Lösungen, wie innenseitige Dämmmaßnahmen und die behutsame Erneuerung der Fenster, konnte eine deutliche energetische Verbesserung erreicht werden, ohne das äußere Erscheinungsbild zu beeinträchtigen.
Auch die Außenanlagen wurden in das Gesamtkonzept einbezogen. Die Freiräume greifen die historische Struktur des Grundstücks auf und stärken die Beziehung zwischen Gebäude und Landschaft. Bestehende Sichtachsen wurden freigelegt und durch gezielte Eingriffe ergänzt.
Die Sanierung der Villa Riedeck zeigt exemplarisch, wie denkmalgeschützte Bauten durch eine klare architektonische Haltung und sorgfältige Planung in die Gegenwart überführt werden können. Das Projekt verbindet den Erhalt kultureller Identität mit funktionaler und gestalterischer Qualität für die Zukunft.
Baufortschritt
Pläne
AUSFÜHRENDE
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